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Bezirkstour 2012

„Wir überlassen Politik nicht nur den alten Hasen“

Strukturkampagne zur Erweiterung des Netzwerkes JVP in Oberösterreich

Warum gerade jetzt?

In Zeiten wo sich „junge Wutbürger“ immer mehr Gehör verschaffen, konzeptlose „Piraten“ versuchen verärgerte Wähler einzusammeln und Jugendliche vermehrt selbst mitreden und mitgestalten möchten, braucht es ein demensprechendes Angebot. „Die JVP bietet den Gegenpol zum eingefahrenen „bla… bla… bla…“ über ideologische Schranken und Strukturen. Viele haben den Eindruck, dass ihre Stimme nicht mehr gehört wird. Wir geben ihnen wieder mehr Gewicht“, sagt JVP-Landesobfrau LAbg. Helena Kirchmayr.

Auf der einen Seite gibt es brennende Themen, bei denen der nötige Mut zu strukturellen ganzheitlichen Reformen vermisst wird, auf der anderen Seite wächst die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Politik und den vorhandenen Mitteln der politischen Mitbestimmung.

Politikverdrossenheit sieht anders aus

Studien belegen, dass Junge in Österreich alles andere als politikverdrossen sind, sie wünschen sich nur neue Wege und Instrumente, um an der Politik teilnehmen zu können. Eine Studie der Gesellschaft für Europapolitik besagt, 80 Prozent der jungen Menschen können sich vorstellen sich politisch zu engagieren. Insgesamt 83 Prozent der Jugendlichen bezeichneten sich als sehr interessiert (33%) oder eher interessiert (50%) für Politik. 48 Prozent der Befragten meinten außerdem, es gebe zu wenige Möglichkeiten, sich aktiv zu beteiligen – das geht aus einer Jugendstudie von Bundesminister Berlakovic hervor.

Politik lebt von jungen, frischen Ideen. Die Junge ÖVP Oberösterreich möchte Jugendliche dafür gewinnen, sich in der JVP zu engagieren und vor Ort tatkräftig mitzuwirken. „Junge sind hungrig auf Neues und wollen den alten Hasen zeigen, dass sie Biss haben, dass jetzt ein neuer Wind weht“, erklärt Kirchmayr die werbliche Botschaft.

Vergangenes Jahr haben sich 1084 Jugendliche entschieden der Jungen ÖVP beizutreten. Mit der Strukturoffensive erwartet man sich heuer positive Impulse bei den Neumitgliederzahlen. 

Das Ziel der neuen Kampagne ist es, in den nächsten zwei Jahren rund 100 Ortsgruppen in Oberösterreich neu zu gründen bzw. zu reaktivieren. Um das zu erreichen, werden die Jugendlichen in den Gemeinden und Städten vor Ort abgeholt und persönlich eingeladen.

„Wir lassen Kreativität und Eigengestaltung zu und geben den Jungen das Sprachrohr und Stimmgewicht, das sie benötigen, um ihr eigenes Umfeld und ihre Zukunft zu gestalten. Wir sind keine Mitläufer, Trittbrettfahrer oder passive Zuschauer“, so Kirchmayr.

Bereits in den vergangenen Jahren wurde eine ähnliche Strukturkampagne sehr erfolgreich durchgeführt. Hier will man anschließen und das Netzwerk bestehend aus mehr als 240 Ortsgruppen flächendeckend weiter ausbauen.

Wie wollen wir unser Ziel erreichen?

Anfang des Jahres erfolgte die parteiinterne Vorstellung der Kampagne, im Zuge derer sich bereits rund 20 potentielle Gemeinden herauskristallisiert haben, in denen eine Neugründung oder Reaktivierung geplant sind. Nun werden auf der Bezirkstour weitere Gemeinden erfasst.

Personen, die sich um die Gründung einer Ortsgruppe annehmen, werden gezielt auf Jugendliche zugehen. Mit besonderen personalisierten Werbemitteln und Servicepaketen werden diese „Ortsgruppeninitiatoren“ dabei seitens der Jungen ÖVP Oberösterreich unterstützt. In weiterer Folge werden die Jugendlichen zu Workshops eingeladen. In denen werden mit speziell geschulten Trainern konkrete Projekte zur Mitgestaltung auf Gemeindeebene ausgearbeitet.

„Wir möchten den politischen Köpfen in den Gemeinden und Städten ein konkretes Angebot zur Mitarbeit geben, weil wir wissen, dass die Jungen leistungsbereit sind und Verantwortung für ihr eigenes Umfeld übernehmen wollen“, so Kirchmayr.

Aktuelle politische Themen, die uns beschäftigen

Demokratie.Neu

Parallel zur JVP-Kampagne in OÖ - wo es primär um das direkte politisch Umfeld geht – wurde vergangenes Wochenende am Bundestag der JVP das Konzept „Demokratie.Neu“ präsentiert, bei dem sich die Junge ÖVP Oberösterreich – nun vertreten im Bundesvorstand durch Bundesobmann-Stv. Helena Kirchmayr - maßgeblich mitbeteiligt hat. Die Demokratie soll näher zum Bürger gebracht werden und der Wähler soll wieder mehr in den Mittelpunkt der politischen Entscheidung gestellt werden. Folgende zentralen Punkte beinhaltet das Papier:

  • Politische Bildung & Staatskunde ab der 5. Schulstufe inkl. eigener Fachausbildung für Lehrkräfte
  • Steuergeldwidmung
  • Aufwertung des Volksbegehrens und verpflichtende Volksabstimmung nach erfolgreichem Volksbegehren
  • Regierungshearing im Nationalrat
  • 100 Direktmandate im Nationalrat

Sparpaket macht Schuldenrucksack leichter

Mit dem von der Bundesregierung vorgestellten Sparpaket in der Höhe von 26 Milliarden Euro ist ein guter und ausgeglichener Kompromiss gelungen. Der Schuldenrucksack für kommende Generationen wird deutlich leichter und der Spielraum für die Zukunft größer. Aus Sicht der Jungen ist besonders hervorzuheben, dass viele Maßnahmen vor allem ausgabenseitig durch Einsparungen schlagend werden. Zentraler Bestandteil des Reformpaketes sind Änderungen beim Pensionssystem, bei dem es seit längerem akuten Handlungsbedarf gibt. 

„Offen sind dennoch strukturelle Reformen, die man in Zukunft mutig angehen muss“, so Kirchmayr.

Med-Uni Linz, „keine stiefmütterliche Behandlung“

Man solle mit dem Projekt Med-Uni für Linz nicht wieder so stiefmütterlich umgehen wie ursprünglich bei der Gründung der Johannes-Kepler-Universität (JKU). „Die JKU hat beispielsweise mit Biophysik, Bioinformatik und Chemie bereits Fächer, die in der Medizinerausbildung eine wichtige Rolle spielen. Die Randfächer sind da, Synergien in der Verwaltung liegen auf der Hand“, zählt Kirchmayr Argumente für die Errichtung einer medizinischen Fakultät an der JKU auf. Auch „Healthcare“ nimmt fakultätsübergreifend bereits einen nicht unerheblichen Teil ein.

Schule, egal was draufsteht – wichtig ist, was drinnen passiert

„Ein Schulsystem kann nicht besser sein als seine Lehrer. Für mich sind schlechte Leistungen keine Frage des Schultypus oder -namen. Entscheidend sind die Lehrkräfte. Gute und schlechte Pädagogen beeinflussen und prägen Menschen nachhaltig. Die Pädagogen stehen vor der Tafel und sollen den jungen Menschen „Inhalte“ beibringen. Die Junge ÖVP fordert weitgehendere Reformen und keinen Etikettenwechsel.

Aktuelle Themen aus dem Bezirk, Gerald Weilbuchner

JVP will in jeder zweiten Gemeinde des Bezirkes eine Ortsgruppe

Wie auch im vergangenen Jahr, will Bezirksobmann Gerald Weilbuchner (Burgkirchen) einen Schwerpunkt auf die Strukturarbeit setzen. „Seit März 2011 konnten wir drei neue Ortsgruppen gründen: St. Peter am Hart, Altheim und Mauerkirchen“, so Weilbuchner. In Mauerkirchen sind schon 30 sehr engagierte Junge dabei, die am 28.04.12 eine umfassende Flurreinigungsaktion organisiert haben.

Sich auf den neugegründeten Ortsgruppen auszuruhen kommt für Weilbuchner jedoch nicht in Frage. In Moosbach werde sein Stellvertreter, Krispin Kasinger, in den nächsten Monaten eine Ortsgruppe gründen. Zu Sommerbeginn steht dann eine Gründung der Stadtgruppe Braunau an. Auch mit einigen jungen Menschen aus Schalchen laufen die Gespräche bereits sehr gut, dort will die JVP ebenfalls noch heuer Fuß fassen.

„Im oberen Innviertel haben wir einige Kandidaten für eine Reaktivierung im Auge: In Handenberg, Gilgenberg und St. Radegund sind die ersten Gespräche bereits angelaufen. Wenn wir den Weg weiterhin konsequent fortsetzen, ist bald die Hälfte des Bezirks mit JVP-Ortsgruppen abgedeckt“, blickt Weilbuchner optimistisch in die Zukunft.

Braunau siegt bei landesweiter Neumitgliederwertung

Natürlich legen wir auch wieder einen Schwerpunkt auf die Mitgliederwerbung, da nur der größte oberösterreichische Freundeskreis - die Junge ÖVP - ein derartig breitgefächertes Angebot für junge Menschen bietet“, sagt Weilbuchner. Von Sportveranstaltungen, Seminaren, die einem persönlich, beruflich und auch in der politischen Arbeit etwas bringen, Diskussions- und Informationsveranstaltungen mit Größen aus Politik und Wirtschaft bis hin zu Partys, aber auch dem Engagement in der lokalen ÖVP-Ortspartei oder im Gemeinderat sind den Jugendlichen keine Grenzen gesetzt.

Zufrieden blickt Weilbuchner auf sein erstes Jahr als JVP-Bezirksobmann zurück: drei Ortsgruppen wurden seither neu gegründet, monatlich wurden im Bezirk Aktionen seitens der JVP gesetzt und erstmals erreichte die Bezirksgruppen mit insgesamt 145 Neuzugängen den ersten Platz des Neumitgliederwettbewerbes in der Bezirkswertung. Zusätzlich wurde der junge Burgkirchner bester Einzelwerber des Landes mit 73 Neumitgliedern.

Bezirksbesuch von Sebastian Kurz

„Als Highlight darf ich bereits jetzt ankündigen, dass uns am 11.06.12 unser JVP-Bundesobmann und Staatssekretär für Integration, Sebastian Kurz, besuchen wird“, freut sich Weilbuchner. Man werde die Landesausstellung und einen Braunauer Verein zum Thema Integration besuchen.

JVP um's Eck